Unsere Veranstaltungen zum Reformationsjahr

Dank an alle Helferinnen und Helfer im Reformationsjubiläumsjahr

Viele haben zugepackt und mitgeholfen bei unseren beiden Großveranstaltungen im Reformationsjahr: beim Apfelfest in Michelbach und beim Reformationsfest in Unterschwarzach. Ihnen allen sei auf diesem Wege herzlich gedankt. Ohne Ihre Hilfe hätten wir die beiden Veranstaltungen nicht durchführen können. Wir hatten viele Besuchende aus nah und fern, die sich Dank Ihnen bei uns wohl gefühlt haben. Es danken die Kirchengemeinderäte Michelbach und Unterschwarzach.

Planung und Vorbereitung.

Freitag, den 19.Mai 2017: Solus Christus – Christus allein

Freitag, den 16.Juni 2017: Sola gratia – allein die Gnade

Freitag, den 21.Juli 2017: Sola fide – allein der Glaube

Freitag, den 15.Sept. 2017: Sola scriptura – allein die Schrift

Freitag, den 24.Nov. 2017: Soli deo gloria – allein Gott zur Ehre

(Beinn jeweils um 19.00 Uhr)

Luther, Filmabend für Jugendliche

Am Samstag, den 16. September 2017 um 19.00 Uhr im Jugendraum Michelbach

Beginn um 11.00 Uhr mit einem Bring-deinen-Nachbarn-mit Gottesdiens tzusammen mit dem Kindergarten Michelbach.

Anschließend: Spanferkel/ Gesangverein Michelbach/ Köstlichkeiten/ Luther kommt zu Wort/ Spiele für Kinder und Erwachsene/Luthers Abendsegen

Auch bei Regenwetter findet das Michelbacher Apfelfest statt. Zelte werden dafür sorgen, dass alle trocken bleiben. Kinder bitte Regenkleidung mitbringen, da manche Spiele wenn möglich im Freien stattfinden.

Gesucht werden Rezepte für Apfelgerichte.

Gesucht werden selbst gemalte Apfelbilder.

Malwettbewerb für Kinder bis 13 Jahre.

  • Aus beidem soll ein Michelbacher Apfelkochbuch entstehen.
  • Abgabe im Pfarramt bis 1. August 2017. Anschrift: Siehe hier
    • Bitte Absender nicht vergessen. Personenzahl für das Rezept vermerken und Alter des Kindes. Einsendung auch per Email möglich
  • Ansprechpartnerin: Kirsten Schönleber-Eckel

Ökumenischer Glaubenskurs „Vergnügt-erlöst-befreit“

Ökumenische Glaubensgespräche zu den vier Grundworten der Reformation.

Allein die Gnade

  • Mittwoch, 4. Oktober 2017, 20.00 Uhr, kath. Gemeindehaus Schwarzach

Allein Christus

  • Mittwoch, 11. Oktober 2017, 20.00 Uhr, evang. Gemeindehaus Unterschwarzach

Allein der Glaube

  • Mittwoch, 18. Oktober 2017, 20.00 Uhr, kath. Gemeindehaus Schwarzach

Allein die Schrift

  • Mittwoch, 25. Oktober 2017, 20.00 Uhr, evang. Gemeindehaus Unterschwarzach

Leitung des Kurses: Pfrin. Angelika Schmidt und die kath. Diakone Franz Jünger und Joachim Szendzielorz

Anmeldung ist bis 1. Oktober 2017 im evangelischen Pfarramt

Nehr Infos im Flyer

Gospelgottesdienst im Kervezelt

Reformationsfest mit ökumenischem Trikot-Tausch

Am Reformationstag, den 31. Oktober 2017, ab 14.30 Uhr in und um die Evangelische Kirche Unterschwarzach

Beginn um 14.30 Uhr mit einem ökumenischen Versöhnungs-Gottesdienst mit Diakon Franz Jünger, Diakon Joachim Szendzielorz und Pfrin. Angelika Schmidt unter Mitwirkung des Posaunenchors.

Anschließend Fest rund um die Kirche: Angeboten werden Kürbissuppe, Waffeln, Punsch, Kaffee und Kuchen, Mittelalterliche Spiele für Kinder.

Um 18.30 Uhr gibt es ein Konzert in der Kirche mit der Gruppe „Goldvogel“ aus Mannheim. Wir singen gemeinsam bekannte Lutherlieder und lesen Texte.

Nachlese.

Ökumenischen Buß- und Versöhnungsgottesdienst

Unter dem Motto „Die Liebe Christi drängt uns“ feierten evangelische und katholische Christen am vergangenen Sonntag, den 2. April 2017, gemeinsam in der evangelischen Kirche in Unterschwarzach zum ersten Mal einen ökumenischen Buß- und Versöhnungsgottesdienst. Was die beiden christlichen Kirchen seit der Reformation trennt und wie eine Mauer zwischen ihnen steht, wurde gemeinsam vor Gott gebracht und bekannt, dass Jesus Christus im Kreuz all dies getragen hat.

Im Mittelpunkt der Dialogpredigt von Diakon Franz Jünger und Pfarrerin Angelika Schmidt standen vier Grundbegriffe, die beide Kirchen verbinden: Kreuz, Vergebung, Gnade und Versöhnung. Auch die Konfirmanden und Kommunionkinder wirkten im Gottesdienst mit sowie der Cäcilienchor und der Kinder-Singkreis.

  • Der nächste ökumenische Gottesdienst findet am 23. April um 10 Uhr im Wildpark in Unterschwarzach statt.

Ökumenischer Reformationsgottesdienst in überfüllter Kirche

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Erstes Apfelfest war ein voller Erfolg

Mit mehr als 200 Besuchern war das Reformationswochenende für die kleine evangelische Kirchengemeinde Michelbach ein voller Erfolg. Allein zum ersten Apfelfest kamen rund 150 Gäste.

Für die Veranstalter war der Andrang zum ersten Michelbacher Apfelfest so groß, dass Spanferkel und Kaffee und Kuchen nur bis zum frühen Nachmittag reichten. „Es tat uns sehr leid, dass wir am Nachmittag schon alles Essen ausgegeben hatten. Insgesamt war es ein sehr gelungenes Fest mit einer guten Stimmung und vielen schönen Aktionen,“ sagte die Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Kirsten Schönleber-Eckel. „Wir haben gern Gäste und freuen uns über jede und jeden der unsere Gottesdienste und Feste besucht.“

Das sonnige Herbstwetter lockte auch am Nachmittag immer wieder neue Besucherinnen und Besucher aus der Umgebung an. Beim Familiengottesdienst in voll besetzter Kirche unter dem Motto „Jeder-bringt-seinen-Nachbarn-mit“ beteiligten sich die Jugendlichen der Gemeinde mit kreativen Anspielen zum Thema „Gottes Gnade entdecken“. Der Michelbacher Kindergarten gestaltete Apfelkörbchen und die Kinder trugen ein Lied zum Thema Apfel vor. Moderne geistliche Lieder und die abwechslungsreiche Gestaltung machten den Gottesdienst auch für Kinder und Jugendliche interessant und kurzweilig.

Das Apfelfest eröffnete mit einem Spanferkelessen, gefolgt von Wettbewerben für Erwachsene: Wer schätzt richtig wie schwer ein bereit gestellter Sack mit Äpfeln ist und wer schält die längste Apfelschale? Der Gesangverein Michelbach beteiligte sich mit Liedern und für die Kleinen gab es ein Kinderprogramm mit Apfelspielen. Drei kleine Puppenspiele zeigten wie Martin Luther die Bibel ins Deutsche übersetzte und die Gnade Gottes entdeckte.

Mehr als 50 Ehrenamtliche engagierten sich für diesen Tag. Unter anderem backten sie Kuchen, halfen beim Aufbau der Zelte, beim Spülen des Geschirrs, beim Gestalten von Aktionen für jung und alt. Apfelschnapps aus Michelbacher Äpfeln wurde angeboten, Kartoffelpfannkuchen frisch gebacken und eine Apfelpresse lud zum Selbermachen ein. Das erste Michelbacher Apfelfest anläßlich des Reformationsjubiläums schloss mit dem Abendsegen von Martin Luther.

Bereits der Vortrag über Martin Luthers „Allein die Schrift“ von Pfarrer i.R. Wolfgang Putschky am Freitagabend hatte zahlreiche Menschen in die Michelbacher Kirche gelockt. Zum Filmabend am Samstag über Luther waren fast zwanzig Jugendliche des Dorfes gekommen.

Pfarrerin Angelika Schmidt: „Dass Martin Luther die Gnade Gottes in der Bibel entdeckt hat, kann uns zu frohen Christen machen, die aus Gottes Liebe und Erlösung leben. Etwas von dieser Freude haben wir miteinander an unserem Reformationswochenende zu spüren bekommen.“

Ob Menschen gern in ihre Gemeinde kommen, hänge in erster Linie davon ab, wie die Gemeinde als christliche Gemeinschaft lebe und ob sie zum Glauben einlädt und nicht wie hoch die Kirchensteuer sei, so Schmidt.

Einer der wichtigsten Gründe für Kirchenaustritte sei, wenn Menschen sich in ihrer Kirchengemeinde nicht zuhause fühlten, ist die evangelische Theologin überzeugt. Fachleute würden behaupten, ein Grund sei, weil der soziale Druck abgenommen hätte, sonntags in die Kirche zu gehen. „Wenn alle heute nur deshalb in den Gottesdienst gekommen wären, weil es von ihnen erwartet wird, was für eine Stimmung würde hier wohl herrschen“, fragte Schmidt in ihrer Predigt.

Es gäbe viel Kritik an der Institution Kirche. Doch die Institution sei nur ein Teil der Kirche und notwendig geworden aufgrund ihrer Größe. Lebendig sei die Kirche durch ihre Gemeinden, die Gott viel zutrauen und miteinander liebevoll umgehen, weil sie glauben, dass jeder geliebtes Kind Gottes ist und Gott durch einen anderen Menschen begegnen kann.

Viele Menschen würden sagen, für ihren Glauben bräuchten sie die Kirche nicht. Schmidt hingegen sagte: „Christen brauchen Gemeinschaft. Sie brauchen einander wenn sie zweifeln, um sich gegenseitig zu trösten und Mut zu machen, um von Gott zu erzählen und sich erzählen zu lassen wir Gott heute im Leben der Menschen wirkt. Das müssen keine Erfolgsgeschichten sein. Manchmal sind es Leidensgeschichten in denen Menschen erleben, dass Gott ihnen begegnet. Einander zu erzählen ist wichtig, denn es zeigt: Gott ist da.“

„Gerade kleine Gemeinden haben immer wieder Angst, dass es mit der Kirche irgendwann vorbei sein könnte. Doch Jesus hat gesagt: Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt“, so Schmidt. Damit sei die Kirche als Gemeinde Jesu Christi gemeint. Kirche sei nicht nur eine Kirchensteuer sammelnde Institution. Kirche sei die Gemeinschaft der Getauften, der Erlösten und freien Kinder Gottes.

„Was gibt es Schöneres als die Gemeinschaft der Getauften zu genießen und andere Menschen dahin einzuladen“, fragte Pfarrerin Schmidt in ihrer Predigt.

Der Philosoph Friedrich Nietzsche habe einmal gesagt: Erlöster müßten mir seine Jünger aussehen, dass ich an ihren Erlöser glauben lerne. „Was hindert uns daran, wie erlöste Menschen zu leben?“ fragte Schmidt. Wie befreit und erlöst Menschen aussehen können, sei in dieser Woche an den vielen Schülerinnen und Schülern anschaubar, die sich freuen, weil die großen Ferien beginnen.
Von nah und fern waren an diesem Tag Besucherinnen und Besucher beider Konfessionen gekommen, um den Reformationstag gemeinsam zu begehen. Katholische und evangelische Christen, Kirchenferne und Kirchennahe, junge und alte Menschen. Mit Einnahmen aus dem anschließenden Fest um die Kirche soll der Bau eines neuen Gemeindehauses unterstützt werden.*

„Für viele evangelische und katholische Christen spielt die konfessionelle Zugehörigkeit oft nur eine untergeordnete Rolle. Wenn Christen sich nicht verstehen, dann liegen die Gründe meist eher im Zwischenmenschlichen. Da geht es eher um Sympathie und Antiphatie, um aktuelle Befindlichkeiten oder schlechte Erfahrungen“, sagte Pfarrerin Angelika Schmidt in ihrer Predigt. Heute würden die katholische und evangelische Gemeinde freundlich miteinander umgehen, sich gegenseitig unterstützen, gemeinsame Gottesdienste feiern und gegenseitig zu Veranstaltungen einladen. Schmidt: „Die Sehnsucht nach einem gemeinsamen Abendmahl ist in den Gemeinden längst da, auch wenn die Kirchen selbst noch nicht so weit sind.“

In der Geschichte hätte beide Kirchen Seite an Seite gestanden, wenn Christen in Bedrängnis geraten seien, zum Beispiel in der ehemaligen DDR oder im Rahmen der weltweiten Verfolgung von Christen. Auch im Sozialen zögen die beiden Kirchen an einem Strang, zum Beispiel wenn es um die Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen in Deutschland geht.

„Die katholische und evangelische Kirche in Unterschwarzach haben 2011 eine Vereinbarung für eine ökumenische Partnerschaft unterzeichnet. Daran wollen wir uns auch weiterhin orientieren“, sagte Diakon Franz Jünger von der katholischen Seelsorgeeinheit.

In Deutschland würde Christsein heute „nichts kosten“, so die evangelische Pfarrerin. Allerdings sei es für Jugendliche in der Schule manchmal nicht leicht, zu ihrem Glauben zu stehen. In manchen Vereinen sei es nicht gern gesehen, wenn jemand sagt: Sonntags kann ich erst ab 11 Uhr. Vorher gehe ich in den Gottesdienst.

Wichtig sei für die Frage nach Ökumene heute, dass es in der Bibel keine Aufteilung in Konfessionen gäbe, so Schmidt. Stattdessen sei die Einheit der Christen ein Geschenk Gottes, gestiftet in der einen Taufe, dem einen Glauben und dem einen Gott. Es gehe also nicht darum, „Einheit herzustellen“. Sondern Jesu habe Gott gebeten, dass der Glaube der Christen nicht aufhöre. Die Einheit der Christen sei demnach bereits in der Bibel begründet.

Schließlich sei Ökumene kein Selbstzweck. Sie habe ein Ziel. Schmidt: „Dass Christen die Einheit ihres Glaubens leben, damit die Welt darin Gott erkennt und die Menschen zum Glauben kommen.“

Viele Besucherinnen und Besucher aus nah und fern blieben anschließend noch zum Fest um die Kirche. Neben mittelalterlichen Attraktionen wie Besenbinden und Spinnen gab es Waffeln auf dem Holzofen, Kaffee und Kuchen, Bastelangebote für Kinder, ein Lutherquiz und schließlich Klangerlebnisse und Texte aus dem Mittelalter mit der Folkband „Goldvogel“ aus Mannheim.